Filme: Man denkt, man kennt das Land

Dokumentarfilm | D 2003
Regie, Kamera, Montage: Beate Middeke & Frank Wierke

“Wo ist das, was wirklich geschieht - das was jeden Tag passiert und jeden Tag wiederkehrt, das Selbstverständliche, das Gewöhnliche, das Hintergrundgeräusch, das übliche?” (Georges Perec)

Beobachten, annähern, begleiten, eintauchen … im Alltag eines Bauern … zum Schwerpunkt des Films wird bald der tägliche Umgang des Bauern mit seinen Tieren.Jede der 150 Kühe trägt mehrere Registrierungsnummern, der Bauer vergibt Namen. Was geschieht mit den Tieren? Füttern, Melken, Pflegen, Behandlungen, Operationen? - alles dient der Erhaltung der Milchleistung. Um Milch zu geben bekommt jede Kuh einmal im Jahr ein Kalb. Die Kälber werden in der Regel verkauft. Die Milch ist für uns.Und das Arbeiten im engen, lauten Melkstand oder mit den riesigen Maschinen, die über Land und Hof rumpeln , eine Industriekulisse in deren Lärm alles Reden fast unmöglich wird. Die Ernte, der Dreck, das Mühsame, das Vielfältige, der Krach und die Sprachlosigkeit … das Entdecken, das ganze spannende Unvorhersehbare … die Seitenblicke. Die Zwischenräume. Die Liebe zum Land.

Englische Untertitel: Harald Manninga

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